|
ARD, ZDF & Co. als Videoquelle nutzen ! Empfehlenswert, wenn Du einen Film verpasst hast. Nutze einfach die Ratschläge aus diesem Ratgeber
Di 21.02.2012 10:30 (Phoenix) Chinas Umwelt vor dem GAU Der junge Fotograf Wang Jiuliang suchte nach einem unberührten Ort in seinem Land - doch alles, was er fand waren hunderte von legalen und illegalen Müllkippen. Seine schockierenden Landschaftsbilder machen klar, wie ernst das Problem ist: China, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, steht vor einem Umwelt-Gau. Der kometenhafte Wirtschaftsaufschwung der letzten Jahrzehnte ist auf Kosten der Natur gegangen. Die Flüsse des Reiches sind verdreckt, die Luft in den Städten ist lebensgefährlich, und dabei steigt der Energiebedarf und mit ihm der CO2-Ausstoß täglich weiter.
Di 21.02.2012 12:30 (Phoenix) Gefährliche Gier - Die riskante Suche nach Erdgas in Deutschland Um Erdgas in Deutschland zu fördern, pumpen große Energiekonzerne seit Jahren tonnenweise Chemikalien in den Boden. Sie nennen es 'Fracking'. Mit einer speziellen Technik wird das Erdgas aus den Gesteinsschichten gelöst und an die Oberfläche geholt. Die genaue chemische Mixtur fällt unter das Betriebsgeheimnis der Konzerne. Sicher ist: Es handelt sich zum Teil um toxische Stoffe, die das Grundwasser nachhaltig schädigen können. Fracking könnte demnächst noch öfter und intensiver als bisher zum Einsatz kommen. Schon jetzt gibt es Gegenwind von Bürgern und Trinkwasserversorgern. Sie fordern Umweltverträglichkeitsprüfungen, denn die sind nach geltendem Recht zurzeit nicht notwendig. Die Energiegiganten versichern: Es gibt keinen Anlass zur Sorge, das Verfahren sei ungefährlich. Stimmt das?
Di 21.02.2012 21:55 (arte) Zukunftsvisionen - Die Welt des Hubert Védrine Die Welt befindet sich in einem radikalen Wandel, dessen Folgen kaum abzusehen sind. Stichworte wie Staatsverschuldung, Finanzkrise, Verarmung, Urbanisierung, Klimawandel, Ressourcenknappheit, Umweltverschmutzung und Terrorgefahr lassen in vielen Köpfen längst die Alarmglocken läuten. Es besteht kein Zweifel daran, dass sich im frühen 21. Jahrhundert bereits zahlreiche Orte zu Schauplätzen tiefgreifender Ereignisse entwickeln, die einen bedeutenden geschichtlichen Umbruch darstellen. Besonders in der westlichen Welt sorgt diese Tatsache für Beunruhigung. Manche sehen darin eine entscheidende Chance, die Weltordnung in ein neues Gleichgewicht zu bringen. Hubert Védrine, Spezialist für geopolitische Fragen, früher außenpolitischer Berater des französischen Staatspräsidenten François Mitterrand und Außenminister im Kabinett Lionel Jospin, ist Experte auf dem Gebiet der internationalen Beziehungen. Er sieht in dem tiefgreifenden Wandel der internationalen Beziehungen eine Chance, die Karten im Spiel um die Weltmacht neu zu mischen, und ruft den Westen auf, seine ethnozentrische Brille abzusetzen. Im Dokumentarfilm 'Zukunftsvisionen' wird Védrines zukunftsorientierte Sichtweise von zahlreichen kompetenten Gesprächspartnern aus der ganzen Welt - zu ihnen zählen Politikberater, Botschafter, Politiker, Unternehmer, Wirtschaftsfachleute, Gesundheitsökonomen, Meteorologen, Essayisten und Architekten - kommentiert und in verschiedene politische Zusammenhänge eingeordnet.
Mi 22.02.2012 11:00 (hr) service: reisen - Nordmeer-Kreuzfahrt mit Hurtigruten Nordmeer-Kreuzfahrt mit Hurtigruten Was früher nur der Postbeförderung diente und höchstens ein Transportmittel für Einheimische war, bietet heute die Grundlage für die angeblich 'schönste Seereise der Welt'. Die Schiffe der Hurtigruten-Linie sind die komfortable Verbindung von Süd- und Nordnorwegen. Die Sendung begleitet ein Postschiff auf seiner Fahrt entlang der Küste von Bergen nach Tromso. Dabei sehen die Passagiere nicht nur atemberaubende Naturlandschaften, sondern erkunden auch einmalige Kulturstädte. Auf die historische Hansestadt Bergen folgt das Jugendstilensemble von Alesund, und nach dem Geirangerfjord mit seinen gewaltigen Bergmassiven erwartet die Reisenden jenseits des Polarkreises bei Bodo der stärkste Gezeitenstrom der Erde. Die farbenfrohe Universitätsstadt Tromso war früher Ausgangspunkt vieler Polarexpeditionen.
Mi 22.02.2012 21:00 (SWR) Mit dem Flugboot durchs wilde Schottland Über Felsvorsprünge, Gipfel und Wälder fliegen oder tief über dem Wasser von Seen, aber auch in Höhen, doch nicht so hoch, dass die Welt zur Landkarte wird: Dieses nur schwer zu beschreibende Glücksgefühl geht mit der Zeit verloren bei dem, der einen Frachtjet steuert auf streng reglementierten Luftkorridoren, oder einen Militärjet, was einem Raketenflug ähnelt, den Blick stets an den Bildschirm geheftet. Dirk Böhme, Pilot bei einer deutschen Luftfrachtgesellschaft im Vereinigten Königreich, nimmt eine Auszeit von der Berufsfliegerei und - fliegt. Und James Watson, einst Jetpilot bei der Royal Airforce, inzwischen als Berufsflieger seit einem Jahr in Rente, will seine Heimat Schottland aus der Luft kennenlernen - so hat er sie noch nie gesehen - und natürlich mal wieder 'richtig' fliegen. Beide trainieren während ein paar Urlaubstagen für eine Lizenz, die ihnen erlaubt, ein Wasserflugzeug zu steuern. Ihr Fluglehrer ist Hamish Mitchell, das Schulflugzeug eine 40 Jahre alte in Metz gebaute Cessna 172. Hamish ist Fluglotse bei der Flugüberwachung Schottlands NATSC. Er lenkt während seiner Arbeitszeit den Flugverkehr über dem Nordatlantik und macht den Piloten tagtäglich das Fliegen leicht, aber irgendwie auch schwer. In seiner Freizeit arbeitet er als Fluglehrer für Wasserflugzeuge und finanziert auf diese Weise den Unterhalt für seine 'fliegende Freundin'. Drei Männer in einem fliegenden Boot, könnte man sagen. Sie starten und landen unter dem Beifall von Touristen, die am Ufer stehen oder auf den einsamsten Seen Schottlands, ganz auf sich allein gestellt, und erleben für ein paar Tage dieses außergewöhnliche Fliegen ohne Grenzen und die atemberaubende Schönheit West-Schottlands.
Do 23.02.2012 14:00 (hr) Skiwahnsinn in den Alpen Eisige, betonhart planierte Kunstschnee-Pisten und rücksichtslose Raser: Die Zahl der schweren Skiunfälle nimmt zu. Unfallmediziner berichten, dass in den Notaufnahmen an manchen Tagen Zustände herrschen wie in einem Lazarett. Filmautor Mike Lingenfelser begleitete bayerische und österreichische Bergretter bei ihren brisanten Einsätzen mit Hubschrauber und Motorschlitten. Er sprach mit überarbeiteten Notfallmedizinern und beobachtete in den Alpen Skifahrer ohne Plan, Raser ohne Verantwortungsbewusstsein und Unfallopfer, die lebenslange Schäden davon tragen. Komplexe Trümmerbrüche und kombinierte Frakturen von mehreren Knochen - Hobbyskisportler und Snowboarder haben immer häufiger Verletzungen, die sonst bei Motorradfahrern oder Profi-Abfahrtsläufern auftreten. Skilehrer sprechen von Selbstüberschätzung. Chefärzte in den Bergregionen kritisieren eine immer aggressivere Mentalität auf der Piste und im Ski-Marketing, das zunehmend auf 'Möchtegern-Rennfahrer' abzielt. Gehören Verletzungen zum Geschäft? Eine österreichische Studie kommt zu dem bizarren Schluss, dass Skiunfälle gut für die Wirtschaft sind. Die Versorgung verunfallter Ausländer bringt demzufolge Millionen von Euros ins Land. In Italien versucht man das Problem der Pistenrowdys mit der Staatsgewalt in den Griff zu bekommen. Mike Lingenfelser beobachtete bewaffnete Carabinieri, die auf Skiern patrouillieren, um Raser auf der Piste auszubremsen.
Do 23.02.2012 21:05 (n-tv) Die gefährlichsten Flughäfen der Welt Die meisten Flugzeugunglücke passieren während des Starts und der Landung. Daran ist meist nicht die Technik des Flugzeugs Schuld, sondern der Flughafen, der verlassen oder angeflogen wird. Die Dokumentation zeigt die erschreckendsten Missstände und baulichen Mängel auf internationalen Airports.
Fr 24.02.2012 07:20 (WDR) Eco-Crimes - Tibet-Connection Die Sendereihe dokumentiert, wie Wilderer, Schmuggler und Kartelle über die Schätze der Natur herfallen und natürliche Lebensräume bedrohen. Die Filme zeigen auch hartnäckige Zollbeamte, entschlossene Staatsanwälte und Mitarbeiter regierungsunabhängiger Umweltschutzorganisationen, die gegen diese Umwelt-Mafia kämpfen. Mit ihrer Unterstützung, anhand von Gerichtsakten und Zeugenaussagen zeichnet jede Folge einen Fall von 'Eco-Crimes' nach, zum Beispiel den Handel mit verbotenen Chemikalien oder die illegale Fischerei auf den Weltmeeren.
Fr 24.02.2012 21:15 (NDR) Schmutzige Shrimps - Die Geschäfte der Garnelen-Industrie Galten sie früher als Luxusprodukt, so sind sie mittlerweile Discounterware: Shrimps. Sie sind schmackhaft, fettarm und günstig. Allein 56.000 Tonnen der Krustentiere werden jährlich in Deutschland verzehrt. Die meisten Shrimps werden in Südostasien produziert, vor allem in Thailand. Jetzt schlagen Umweltschützer Alarm: Die Aquakulturen einer gigantischen Garnelenindustrie haben bereits große Teile der Mangrovenwälder Thailands zerstört. Intensiver Chemieeinsatz und ungeklärte Abwasser belasten ganze Regionen, warnen sie. Zu welchen Folgen hat die Massenproduktion der Shrimps für den deutschen und amerikanischen Markt tatsächlich geführt? Die Fischexpertin der Umweltorganisation Greenpeace Dr. Iris Menn beginnt ihre Recherchereise auf dem Hamburger Fischgroßmarkt und beendet ihre Spurensuche im Epizentrum der Garnelenindustrie, der Provinz Chanthaburi am Golf von Thailand. Was sie dort vorfindet, übersteigt ihre schlimmsten Befürchtungen: Die Massentierhaltung auf engstem Raum hat einen intensiven Einsatz von Antibiotika, Pestiziden und Desinfektionsmitteln zur Folge. Zahlreiche Abwässer werden ungeklärt in die Landschaft gepumpt. Das Ergebnis: belastete Böden und Flüsse. 'Ich war darauf gefasst, dass es schlimm wird, aber, dass es so schlimm ist und so katastrophal, darauf war ich nicht gefasst.' Doch nicht nur die Natur und die Bewohner der Küstenregion leiden unter den Produktionsbedingungen. Tausende Burmesen schuften in den thailändischen Shrimps-Fabriken unter erbärmlichen Bedingungen für einen Hungerlohn. Die Autoren Michael Höft und Christian Jentzsch haben Dr. Iris Menn von Greenpeace auf ihrer Reise für diese Reportage mit einem Kamerateam begleitet.
Sa 25.02.2012 09:45 (ZDF info) Auch Mensch! Polizisten in Extremsituationen Aus der aktuellen polizeilichen Kriminalstatistik geht hervor, dass es im vergangenen Jahr 21 500 erfasste Fälle von 'Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamte' gab - 59 pro Tag. Bundesweit ist die Zahl der Angriffe auf Polizeibeamte in den vergangenen zehn Jahren um rund 20 Prozent gestiegen. Die etwas anderen Polizeireportage zeigt unverblümt und unzensiert, welchen Belastungen und Herausforderungen sich vor allem junge Polizeibeamte tagtäglich stellen müssen.
So 26.02.2012 20:15 (SRTL) Deadliest Roads - Die gefährlichsten Straßen der Welt : Riskante Fahrt / Dünne Luft
Mo 27.02.2012 15:30 (1festival) Wenn der Vermögensberater klingelt - Der falsche Traum vom großen Geld Sie werben mit unabhängiger oder branchenneutraler Beratung. Zehntausende Vertreter arbeiten bei den großen Finanzdienstleistern. Sie bekommen kein festes Gehalt, sondern leben fast ausschließlich von den Provisionen, die sie für die Vermittlung neuer Verträge erhalten. Gelockt werden sie mit dem Versprechen, viel Geld verdienen und schnell Karriere machen zu können. Häufig läuft das Geschäft anfänglich auch gar nicht so schlecht, denn zunächst wird an die nächsten Verwandten, Freunde und Bekannte verkauft. Danach wird das Geschäft in aller Regel aber zunehmend schwieriger. Um zu überleben, werden dann schon mal Verträge geündigt, um neue abschließen zu können oder riskante Anlagen empfohlen und vermittelt. So nahm ein ehemaliger Vermögensberater, auf Anraten seines Direktors, auf das schuldenfreie Haus seiner Mutter eine Hypothek auf, um das Geld dann in Aktienfonds zu investieren. Mit den Gewinnen aus den Fonds sollten dann mehrere Lebensversicherungen finanziert werden. Für die abgeschlossenen Verträge kassierten dann der Sohn, sein vorgesetzter Betreuer und die Firma Provisionen. Der Mutter sind 50.000 Euro Schulden geblieben.Der Film 'Wenn der Vermögensberater klingelt' berichtet über Menschen, die das große Geld machen wollten, es aber nicht geschafft haben. Über ehemalige Vermittler, die schnell aufgestiegen und dann ganz tief abgestürzt sind. Enttäuschte Anleger kommen zu Wort. Mancher Ex-Vermittler bedauert inzwischen sein Tun. In aller Regel ist nichts mehr zu retten. Nur wenige verdienen immer an diesem System der Abhängigkeit.
Mo 27.02.2012 20:15 (ARD) Tim Mälzer: Der Ernährungs-Check - Was ist wirklich gesund? Mit der vermeintlich 'gesunden Ernährung' wird ein gigantisches Geschäft gemacht. Die Deutschen geben Millionen aus für Lebensmittel, die sie vor Krankheit schützen sollen. Gesundes Essen ist für viele beinahe zu einer Ersatzreligion geworden. Zu groß ist die Sehnsucht, durch gutes Essen besser und länger zu leben. Aber geht das überhaupt? Welchen Einfluss hat unsere Ernährung wirklich? Ist zum Beispiel Vollkornbrot grundsätzlich gesünder als Weißbrot? Macht Fett wirklich dick? Diesen und vielen anderen Fragen geht Tim Mälzer in seiner neuen Doku nach. Im Mittelpunkt von 'Tim Mälzer: Der Ernährungs-Check' steht ein großer und in Deutschland bisher einmaliger Ernährungstest. 45 Testpersonen werden vier Wochen lang in Mälzers Studioküche verpflegt. Sie werden in drei Gruppen geteilt und erhalten extrem unterschiedliches Essen: Leichte Mittelmeerküche, so wie es die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, mit viel Gemüse und Fisch. In der zweiten Gruppe kommt deftige, deutsche Hausmannskost auf den Tisch. Die dritte Gruppe ernährt sich von Fast Food mit viel Weißmehl und Burgern, gewissermaßen das Sinnbild für ungesunde Ernährung. Alle 45 Teilnehmer essen täglich die gleiche Kalorienmenge, doch in ganz unterschiedlicher Zusammensetzung was Nährstoffe, Mineralien oder Fettsäuren betrifft. Während etwa die Mittelmeergruppe viele Vitamine und Ballaststoffe zu sich nimmt, essen die Probanden aus der Fast Food-Gruppe deutlich mehr Fett. Wissenschaftlich begleitet wird die Studio von Professor Peter Nawroth, Leiter der Uniklinik Heidelberg und einer der führenden Stoffwechselexperten Deutschlands. Die Studienteilnehmer werden zu Beginn gründlich durchgecheckt. Professor Peter Nawroth vertritt die These, dass alles, was wir im Einzelnen essen, für die Gesundheit unwichtig sei und dass nur zu viele Kalorien ungesund seien. Wenn er Recht hat, dürfte sich an den Blutwerten der Probanden im Verlauf des Versuchs nichts ändern.
Mo 27.02.2012 17:00 (1festival) Chicago am Rhein : Von großen und kleinen Ganoven in Köln Köln zu Beginn der 60er Jahre. In der Rheinmetropole waren die schlimmsten Kriegsschäden beseitigt und die Folgen des Wirtschaftswunders sichtbar und spürbar. Die Kölner waren stolz auf sich und ihre Stadt. Doch die Freude war getrübt. Denn Köln war gleichzeitig die Verbrechenshauptstadt der jungen Republik. In keiner deutschen Stadt wurde soviel gestohlen, betrogen, geraubt, unterschlagen, bestochen, erpresst, geprügelt, vergewaltigt, gemordet und totgeschlagen.'Chicago am Rhein' titelte damals eine Boulevardzeitung in Anspielung auf die amerikanische Verbrechenshochburg aus der Zeit des Al Capone. Die 'Helden' der Kölner Halb- und Unterwelt, die sich selbst gerne als ehrenwerte Räuber sahen, brachten es nicht selten zu überregionaler Bekanntheit: Heinrich Schäfer alias Schäfers Nas, Anton Dumm alias Dummse Tünn brachten es zu mancher Schlagzeile. Der Film von Peter F. Müller wirft einen Blick auf die Verbrechensgeschichte der Domstadt von den 60er bis zu Beginn der 80er Jahre.Kriminalpolizisten, Staatsanwälte und Ermittler, Polizeireporter und Milieugrößen erzählen von den spektakulären Kapitalverbrechen dieser Zeit: dem Banküberfall mit Geiselnahme auf die Deutsche Bank am Dom, dem Einbruch in die Domschatzkammer, den Entführungsfällen Erlemann und von Gallwitz. Doch das Kölner Milieu hatte mit dieser Art Verbrechen in der Regel nichts zu tun. Im Gegenteil, die Herren der Unterwelt halfen, wenn etwas gegen ihren vermeintlicher Ehrencodex verstieß, bei der Aufklärung so mancher Straftat. Verbrechen an Kindern wurden als Verstoß gegen die Menschlichkeit gewertet und Kirchenraub, zumal aus dem Kölner Dom, ging gar nicht.Köln in der damaligen Zeit war aber auch eine Hochburg der Prostitution und des illegalen Glückspiels, den eigentlichen Tummelplätzen des Milieus. Um dem ausufernden Problem der Straßenprostitution in der Innenstadt Herr zu werden, ließen die Stadtväter das erste Eroscenter Deutschlands bauen. Dem Steuerbetrug im Zockermilieu rückte man mit Undercover-Ermittlern zu Leibe.
Mi 29.02.2012 15:30 (mdr) Draußen - Entdecken und erleben Winter auf dem Darß: 'draußen'-Moderatorin Peggy Patzschke will herausfinden, welche Reize die Halbinsel im Februar bietet, wenn die Sommer-Touristenströme verebbt sind. Der nördlichste Teil des Darß ist die Kernzone des Naturreservats Vorpommersche Boddenlandschaft. Wind und Meer verändern die Halbinsel ständig. Peggy Patzschke erkundet den Leuchtturm mit Natureum in Prerow. Im ehemaligen Leuchtturmwärterhaus ist eine Außenstelle des Meeresmuseums Stralsund untergebracht. In Ahrenshoop genießt sie das Flair der Künstlerkolonie und besucht Jens Lochmann, der historische Boote restauriert, und die Malerin Carola Pieper. Die Eisskulpturen in Karls Erlebniswelt bewundert Peggy Patzschke in Rövershagen. 'Manege frei' heißt das Motto der Plastiken des Künstlers Othmar Schiffer-Belz - gefertigt ganz aus Eis. Neben historischen und künstlerischen Aspekten des Darß lässt sich Peggy Patzschke aber auch zeigen, wie man mit Hightech wandert: Über einen Tablet-PC bekommt sie Tipps zu 200 Wanderrouten auf denen per GPS ihre eigene aktuelle Position immer angezeigt wird. So verläuft sich bestimmt niemand mehr.
Mi 29.02.2012 16:45 (arte) Mega-Schiffe : Emma Maersk - Superlative mit Tiefgang Die Emma Maersk, das größte Containerschiff der Welt, ist ein wahrer Gigant der Meere, ein zwölfstöckiges, schwimmendes Lagerhaus mit Platz für 11.000 Container. Sie ist länger als ein Flugzeugträger und breiter als ein Fußballplatz. Im Jahr legt die Emma Maersk 170.000 Seemeilen zurück, umgerechnet reist die nur aus 13 Mann bestehende Besatzung also siebeneinhalbmal um die Erde. Angetrieben wird die Emma Maersk von einem der größten Dieselmotoren der Welt, der außerdem äußerst treibstoffeffizient ist. Möglich wird der geringe Schwerölverbrauch durch ein modernes Recyclingsystem. Es fängt Motorwärme auf und leitet sie als Energie zurück in die Maschine. Ein Silikonanstrich sorgt für einen geringeren Widerstand des gewaltigen Rumpfes im Wasser. Die Dokumentation begleitet den Schiffsgiganten auf seiner Reise von Malaysia nach Spanien, auf einer Strecke von 13.000 Kilometern, die vom Indischen Ozean bis ins Mittelmeer reicht. Schiff und Mannschaft durchqueren Piratengebiete, haben gefährliche Manöver zu bestehen und kämpfen gegen Maschinenprobleme sowie die glühende Äquatorsonne, die die Fracht bedroht. Dabei lautet das oberste Gebot für die Emma Maersk: Der Fahrplan muss unter allen Umständen eingehalten werden. ARTE stellt diesen Beitrag auch bis sieben Tage nach Ausstrahlung in einer 'Streaming'-Fassung auf ARTE+7 bereit.
Mi 29.02.2012 21:45 (1festival) Mythos VW : Von der Golfschmiede zum Weltkonzern Ehemalige VW-Manager und -Betriebsräte sowie unabhängige Autoexperten schildern in der Dokumentation von Ulrich Semler erstmals im deutschen Fernsehen die VW-Geschichte seit Anfang der 1970er-Jahre, hinterfragen aber auch kritisch die Produkte und Ambitionen des Wolfsburger Weltkonzerns. Für den ehemaligen VW-Vorstandsvorsitzenden Carl H. Hahn war 'Volkswagen immer etwas Klassenloses', für Karl-Heinz Büschemann, den Autoexperten der 'Süddeutschen Zeitung', gehört VW schlicht 'zu Deutschland wie Sauerkraut'! In der Tat: Volkswagen ist fester Bestandteil des Warenkorbs deutscher Identitätsprodukte. Auch wenn die Fusion mit Porsche noch längst nicht in trockenen Tüchern ist, als so genannter Komplettanbieter mit breiter Modellpalette von Golf bis Lamborghini über Skoda bis Audi ist Deutschlands größter Autobauer inzwischen weltweit einer der ganz Großen. Am 29.März 1974 lief in Wolfsburg der erste VW Golf vom Band. Es war der Beginn einer neuen Zeitrechnung. Mit dem VW Käfer hatte dieser kompakte Kleinwagen rein gar nichts mehr zu tun. Mit seiner kantigen Karosserie und großen Heckklappe, entworfen vom italienischen Designer Giorgio Giugiaro, dazu mit Frontantrieb und einem wassergekühlten Motor unter der Haube, wurde der VW Golf zum Leitmodell einer neuen Autogeneration. Inzwischen hat der Golf den Käfer hinsichtlich der Verkaufszahlen längst überholt und ist zum erfolgreichsten VW-Produkt aller Zeiten geworden. 27 Millionen Mal wurde er bis heute weltweit verkauft. Auf den Straßen fährt mittlerweile die sechste Generation VW Golf. Das Modell Golf gilt als das 'Brot-und-Butter-Auto' des VW-Konzerns. Doch VW hat sich längst von einer reinen 'Golfschmiede' zum Weltkonzern gemausert. 370.000 Arbeitnehmer in 62 Produktionsstätten produzieren rund um den Globus insgesamt zehn Automarken: angefangen mit der breiten VW-Modellpalette über Audi, Skoda, Seat bis zu Edelkarossen wie Lamborghini, Bugatti oder Bentley. Porsche soll der neueste Zugang im Firmenportfolio werden.
|